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Vortragsabend
mit Dr. Ziehr am 21. Juli 2004 in Schwarzenfeld
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Veranstaltung von Herrn Adrian Lang, Arbeitskreis Flussspat, der die dankenswerteweise für Idee und Organisation verantwortlich zeichnete. Fachreferenten: Dr. Heinz Ziehr und Dipl.-Geologin Karin Rank, Mineralogische Sammlung in Freiberg/ Sachsen, Dr. Gerold Pascher, Experte für radioaktive Spate bzw. Mineralien |
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Fr. Rank stellte, nach einer kurzen Vorstellung und Einführung zum Thema durch Herrn Dr. Ziehr, ihren "Arbeitsplatz", die Mineralogischen Sammlungen in Freiburg/Sachsen vor, die heute als die größte Mineraliensammlung der Welt (!!!) gilt. Diese war aus der bereits 1765 gegründeten Bergakademie entstanden, zu der bereits Goethe intensiven Kontakt pflegte. Forscher wie Abraham Gottlieb Werner und Friedrich August Breithaupt leisteten während des 18.und 19.Jahrhunderts entscheidende Beiträge zur Entwicklung dieser Einrichtung, die einst in erster Linie der Ausbildung junger Männer zu "Bergingenieuren" diente. Als frühe museale Einrichtung war hier schließlich der sogenannte "akademische Stufensaal" entstanden und diverse Zusatzsammlungen ließen schon bis Ende des 19. Jahrhunderts die Mineralogische Sammlung auf über 30000 Stücke anwachsen. Heute teilt sich dieses Mineralienmuseum in 6 thematische Teile: Mineralogische Abteilung, Lagerstättensammlung, Petrologische Sammlung, Paläontologische Sammlung, Geologisch-Stratigraphische Sammlung Brennstoffgeologische Sammlung. Eine funktionale Untereilung erfolgt in Hauptsammlung (z. B. Schausammlung oder Systematische Sammlung), Vorratssammlung (Magazin), Belegmaterialarchiv (wiss. Quellen und Qualifizierungsarbeiten), Prüfungs- und Übungssammlung. Die funktionale Gliederung spiegelt dagegen die Intension und Aufgaben der Sammlung wieder: Sammlungsarbeit, Lehre, Forschung, Öffentlichkeitsarbeit. In dieser weltweit überaus bedeutende Sammlung ist selbstverständlich auch der Flussspat aus Wösendorf (z.B. Wölsendorfit, den man sogar nach dem Fundort benannt hat) thematisiert, so dass schon daraus ersichtlich ist, wie bedeutend dieses Thema nicht nur regional war sondern überregional immer noch ist. Dr. Ziehr, der bereits zu Beginn der 1950er Jahren seine Dissertation über das Thema "Flussspat" gemacht hatte und als ausgesprochener Kenner der Materie gilt, referierte anschließend kurz speziell über den Flussspat im Nabburg-Wölsendorfer Revier und erklärte den interessierten Zuhörern, dass auch Goethe, der selbst Mineralien sammelte, "Flussspat vom Welsenberg aus der Pfalz" in seiner Sammlung hatte. Historischen Fotos vom noch aktiven Bergbau und Aufnahmen von einzelnen Flussspatstufen illustrierten seinen Vortrag sehr anschaulich. Als kurzes Zusatzreferat ging Herr Pascher, Fachmann für radioaktive Mineralien/ Spate, auf Uranfunde ein, die im Nabburg-Wölsendorfer Revier auch gemacht wurden, und zwar in den Gruben: Heißer Stein, Erna, Roland, Johannisgang, Marienschacht. Seine Fotos zeigten uns dazu unter anderem den "Oberpfälzer Rubin".
Resümee: Ein sehr informativer und durchaus nachdenklich stimmender Abend, der einmal mehr allen anwesenden Zuhörern (darunter auch Bürgermeister Manfred Rodde und Bürgermeister Alois Böhm) zeigte, wie wichtig und attraktiv das Thema "Flussspat" immer noch ist. Herr Ziehr und auch Herr lang richteten daher einen eindringlichen Appell an alle, zusammenzuhelfen, um die noch vorhandenen Sammlungen und Archivalien für die Nachwelt zu erhalten und möglichst in einem dafür gegründeten Museum mit Archiv zu präsentieren. Dank an den Organisator, Herrn Adrian Lang, und an die überaus kompetenten Fachreferenten, besonders Herrn Dr. Ziehr, für diesen für alle sehr gelungenen, da aufrüttelnden Vortragabend!
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Links: www.tu-freiberg.de/bild.html (Technische Universität Bergakademie Freiberg) |
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