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Mausohren im Winterquartier

Fledermäuse

Fledermäuse sind neben den Flughunden die einzigen zum Flug fähigen Säugetiere. Fledermäuse werden in 16 verschiedenen Familien eingeteilt Insgesamt existieren ca. 900 Arten von Fledertieren - dies sind weit mehr Arten als in fast jeder anderen Säugetierordnung, nur die Ordnung der Nagetiere ist noch artenreicher. Alle Fledermäuse orientieren sich im Flug durch Ultraschallortung.

Die Arten, die Fleisch fressen, fangen auf diese Art und Weise auch ihren Nahrung. Mit Hilfe dieses Ortungsechos können sogar die unterschiedlichen Beutetiere unterschieden werden. Fledermäuse sehen" ihre Umwelt sozusagen mit dem Gehör. Die Laute erzeugen die Fledermäuse im Kehlkopf und werden durch Mund oder Nase ausgestoßen.

 

Die meisten Fledermäuse sind nachtsaktiv. tagsüber ruhen sie in unterschiedlichen Quartieren wie Höhlen, Felsspalten, hohlen Bäumen, Blattwerk, Kirchtürmen oder Felsenkellern. Die Nachtaktivität bietet Fledertieren erhebliche Vorteile. So wird ihnen von wenigen anderen Tieren bei der Beutejagd Konkurrenz gemacht, und sie sind kaum Angriffen von Nahrungsfeinden ausgesetzt. Nur wenige Arten sind Einzelgänger, die meisten Fledertiere leben in Gemeinschaften. Manche Arten sammeln sich in unterschiedlich großen Gruppen, die aus einem Männchen und einem Dutzend Weibchen oder auch aus riesigen Tausenden oder sogar Millionen Tieren bestehen können. Viele dieser Gesellschaften bilden sich zu bestimmten Jahreszeiten, oft bestehen sie entweder nur aus Weibchen oder nur aus Männchen. Weibchengesellschaften, die sich zur Jungenaufzucht zusammenfinden, werden als Wochenstuben bezeichnet. Gelegentlich können in Wochenstuben , die ideale Voraussetzungen bieten, mehrerer Arten gezählt werden.

Lebenszyklus

Die Tragzeiten der Fledertiere sind relativ lang und betragen je nach Art zwischen 44 Tagen und acht Monaten. Nur wenige Arten bringen mehr als ein Junges zur Welt. Bei den Tieren, die Winterschlaf halten, findet die Begattung zumeist vor dem Winterschlaf statt. Gerade in dieser Zeit ist es besonders gefährlich die Tiere zu stören. Der Aufwachvorgang kann bis zu einer Stunde dauern und belastet den empfindlichen Organismus stark - ein weiterer Grund die Fledermausschutzzeiten einzuhalten. Fledermäuse werden einige Jahre als. Es wurden aber auch Tiere im Alter von über 30 Jahren wurden schon entdeckt.

 

Ökologie

Im Allgemeinen werden Fledermäuse vom Menschen als nützliche Tiere angesehen, und viele Arten spielen eine bedeutende Rolle bei der Pflanzenbestäubung und der Verbreitung von Samen. Aufgrund ihrer Größe können manche Früchte fressenden Fledertiere südlicher Breiten in Obstplantagen Schäden anrichten.

 

Ich heiße zur Zeit Bismir, Luzie, Adara, Adora, Barbastella, Vespertilia, Verspertilio, Vampini, Vlad

Ein weiteres Problem ist die Übertragung von Krankheiten, vor allem Tollwut, durch Fledermäuse auf Haustiere. Die Infektionsgefahr ist bei den Fledermausarten in Mitteleuropa relativ gering. So ist kein Fall bekannt, in dem ein Mensch oder ein Haustier durch den Biss einer tollwutkranken Fledermaus infiziert worden wäre.

Viele Tiere reagieren empfindlich auf Insektizide, was wahrscheinlich erheblich zum Rückgang des Bestandes beiträgt. Weitere Ursachen für den Bestandsrückgang von Fledertieren sind die Zerstörung von Naturlandschaften und der Mangel an Quartieren. So werden z. B. viele Kellerräume gegen das Befliegen von Fledermäusen abgesichert. In extremen Fällen soll es auch schon Vorgekommen sein, dass aus Unwissenheit ganze Wochenstuben einfach vernichtet worden sind.

 

Regionale Verbreitung

Von den 22 in Deutschland beheimateten Arten leben 16 im Landkreis Schwandorf. Darunter befinden sich auch seltene Tiere.

Seit Juni 2001 können Fledermausbeobachtungen im Landkreis offiziell gemeldet werden. So bittet die Naturschutzbehörde um Meldungen von Quartierbeobachtungen. 

Wer Beobachtungen gemacht hat, kann sich unter der Telefonnummer 09431 471-446 oder -342 bei der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Schwandorf melden. 

 

Aufbau eines Fledermausbetreuerrings im Landkreis Schwandorf

zum Bericht

"Fledermausaktion" im Nationalpark des Bayerischen Waldes

zum Bericht

"Fledermäuse sind für Überraschungen gut", Artikel in der Mittelbayerischen Zeitung (03.08.2003)

Gute Stube für den Winter - Schutzkasten für Fledermäuse auf dem Dach von Schmack Biogas (Neuen Tag, 23.11.2005)
Wie kommt heimatlose Fledermaus über den  Winter? (Mittelbayerischen Zeitung, 18.11.2005)


Was jeder für die Fledermäuse tun kann!

  • Dachstühle offen halten. (Meist reicht ein ca. 3 x 4 cm großes Loch)

  • Alte Bäume mit Hohlräumen nicht fällen.

  • Fledermausnistkästen aufhängen. (Wichtig: Auf Anflugbedürfnisse der vorkommenden Tiere achten!)

  • Ein kleines Loch in einer Holztür zu einem alten Kartoffel- oder Felsenkeller genügt oft schon.

  • Störungen in Fledermausquartieren vermeiden.

  • Beachte die Fledermausschutzzeiten, wenn du eine Höhle befährst. In der Regel von Anfang Oktober bis einschließlich April.

  • Lebensräume schaffen: Hecken, Weiher oder Blumenwiesen stellen wichtige Jagdreviere für Fledermäuse dar.

Links zum Thema Fledermäuse:

 

http://www.landkreis-schwandorf.de/showobject.
phtml?&object=tx|41.2246.1
Infoseite zum Fledermausschutz des Landkreis Schwandorf

www.flaus-online.de

Koordinationstelle für Fledermausschutz in Nordbayern: Zoologisches Institut II der Universität Erlangen, Matthias Hammer (Zuständigkeitsbereiche: Unterfranken, Mittelfranken, Oberfranken, Oberpfalz)

www.fledermausschutz.de

Sehr umfangreiche Seite mit vielen nützlichen Informationen.

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